So, nach längerer Abstinenz melde ich mal wieder zu Wort.
Der heutig Tag (hier ist noch Montag, der 8. Spetember) war der mit Abstand anstrengendste aber auch erfahrungsreichste seit meiner Ankunft.
Gestern waren Johannes, Daniela und ich - dem gewöhnungsbedürftigen 40 Grad heißen Sonneschein sei Dank - nur in der Lage, am Strand zu liegen und ruhig ein- und danach wieder auszuatmen.Den Abend haben wir mit einem Sonnenbrand und einer guten Pizza vom netten Pizzalieferanten "Jack", der übrigens bei "Domino's" arbeitet, ausklingen lassen, wobei uns ein "Dr.House-Marathon" im TV geboten wurde. Es handelte sich daher um einen Urlaubstag wie man ihn sich vorstellt :)
Heute ein krasser Kontrast: Statt 12 Uhr bin ich hochmotviert um 8 in den Tag gestartet und wollte diesen dann auch gleich mit einem Sprung ins kalte Nass beginnen. Also Badehose an und rein in den Pool. Dummerweise muss es die Nacht sehr stürmisch gewesen sein: Nach meinem Auftauchen wurde ich von zwei blähbäuchigen Fröschen begrüßt, die ihre Seepferdchen zwar angefangen, irgendwie aber nicht geschafft haben. Zumindest lässt das ihr
A. oben auf dem Wasser treiben
B. über 1 Minute mit dem Kopf unter Wasser die Luft anhalten und
C. eine ungewöhnliche grüne Farbe
mehr als vermuten. Bah! Jetzt eckel ich mich selber ein bisschen... Naja. Wach war ich danach auf jeden Fall. Also wieder rein ins Haus wo dann auch peu à peu die anderen Beiden wach wurden.
Danach gabs natürlich wie immer Frühstück. Hier möchte ich vor allem die Milch hervorheben, die ich mir gekauft habe. Im praktischem 3,7 Liter Gallonen-Pack! Sieht so aus wie ein Benzinkanister und wahrscheinlich ist es nur das zusätzlich (!) hinzugefügte Eiweiß, was sie nicht auch so schmecken lässt. Aber wir wollen mal nicht meckern! Besser als Danielas Schokomilch mit 12 % Fett ist sie allemal :-D
Danach gings auf nach Miami. Wir errinnern uns: Eckart und seine Freundin tummeln sich ja gerade zu in der Dekadenz und haben heute ihre 5 Tägige Karibikkreuzfahrt angetreten... :( War gut knapp da hinzukommen, weil Johannes das Navi programmiert hat und meinte das passt schon ( zur Erklärung: ich bin gefahren, er saß hinten). Irgendwann landen wir also in der Walachei (bei Miami). Da fällt dem guten ein, dass das Navi die genaue Adresse nicht genommen hat... Das kam ungefähr mit dem Zeitpunkt zusammen, als ich die richtige Ausfahrt dementsprechend NICHT genommen hatte. Man muss sich also die Rush Hour von Miami vorstellen und eine Autobahn die über vier Etagen geht, wobei jedes Deck pro Fahrseite 3 - 5 Spuren hat. Halten wir fest: Einen Fahrfehler in Miami zu korrigieren kostet um die 40 Minuten an Zeit.
Geschafft haben wirs dank Kickdown trotzdem.
Von da an ist der David nun allein unterwegs - bis Freitag, da zieh ich mir wieder meine Pagen-Mütze an und hol den Lord und seine Dame ab ;-)
A propos: Hat man den Hafen gefunden ist alles ganz leicht. Sofort helfen einem Menschen beim ausladen der Koffer. Doch bevor sie diese von der Straße auf den Wagen zum Schiff bringen lächeln sie einen an und bewegen sich nicht mehr. Selbst große Scheine hier aber kein Problem. Da ist der 20iger schnell gewechselt und schwupps ist der Koffer auf dem Weg zur Majesty Of The Seas. Das nur, falls Du mal in eine solche Lage kommst.
Als erstes bin ich auf die Insel gegenüber des Habours geheizt und hab mir die Schiffa mal genau angeschaut:
siehe Fotos. Danach gings ab nach Miami Beach. @ Timo/Martin: Erinnert ihr euch noch an unser Hotel vom letzen Jahr? Das ist teilweise in sich zusammengestürzt... und momentan komplett fensterlos. Mies!
Miami Beach ist so wie ich das gestern erst gelesen habe - außer den unglaublichen Hotels, Autos und Muskel-/Modelmenschen gibt es da fast nichts. Außer das
Art-Déco-Viertel. Hier kann man die 20er und 30er Jahre erleben. Das ist ne Reise wert! Hab da auch ein paar nette
Fotos machen können. Das einzig negative war die extreme Luftfeuchtigkeit. Da aber selbst die einheimischen Personen nichts mehr machen konnten, ausser unter Palmenschatten/ an Ventilatoren/ in Ihrem Dodge RAM mit V12 Motor und Klimaautomatik sitzen und schwitzen konnten, fühlte ich mich auch nicht mehr sooo unwohl in meiner Haut.
Danach gings ab zu den Coral Gables. Das ist gewissermaßen eine Stadt in der Stadt. Fotos habe ich da nicht mehr machen können, nur den Golfplatz konnte ich noch schnell abknipsen. Aber sagen wir so: Ich fühlte mich mit unserem Auto ein bisschen fehl am Platze. Ausserdem bin ich selber gefahren. Das wird da auch nicht so als selbtsverständlich erachtet. War mal wieder ne krasse Erfahrung die Gegensätze des Landes erneut zu spüren. Den Parkplatz in Miami Beach hab ich aus kostengründen etwas fernab vom Schuss gewählt. Das war auf jeden Fall eine der ärmeren Gegenden. Und danach, keine 15 Auto-Minuten sieht man dann Bentleys und das Biltmore Hotel mit vergoldeten (!) Toiletten. Ja - habe ich persönlich ausprobiert :-D Das Auto habe ich dabei bewusst abseits geparkt und bin zu Fuß in das "Schloß".
Jetzt war ich nur noch geschafft. Also ab ins Auto und ab nach Hause. Pustekuchen! Amerikaner arbeiten gewöhnlich länger als wir in Deutschland. Und danach werden noch die paar kleinen Besorgungen gemacht. Und das alles mit dem Auto. Habe über eine Stunde gebraucht, um 10 Meilen zurück zu legen. Danach gings dann aber wieder klar und ich konnte mit offenem Verdeck direkt am Atlantik nach Hause cruisen. Der Anblick vom Meer, den Wind um die Haare und von Radio 1 den Song
"I'm Yours" von Jason Mraz im Ohr - das war einer der Momente in denen man alle Sorgen vergessen kann und einfach nur glücklich und fröhlich ist.
Den Abschluss des Tages erlebte der David dann wieder mit Dr. House. Und natürlich einer saftigen Belohnung für den coolen Tag. Ganz im US-Stil bin ich nach einer schönen kalten Dusche mit dem Wagen zum Burger-Laden gecruist, hab mir 5 Burger mitgeben lassen und das ganze auf dem Sofa mit einer viel zu süßen US-Sprite aus der Dose abgerundet. Jetzt läuft nebenbei Wrestling. Ein Riesenbrocken beschimpft den anderen. Und manchmal gehen sie aufeinander los. Was für ein Land :-)
Morgen gehts dann eine Runde shoppen.
In diesem Sinne
Gruß aus Boca Raton
P.S. Ihr könnt euch einen Spaß machen und die Rechtschreibfehler suchen. Der Gewinner bekommt einen super Preis.