Guten Abend,
es ist 10 vor 8 hier in Florida und ich liege im Bett. Ich fuehre diesen Umstand weder auf weibliche Begleitung, noch auf Alkohol, noch auf Muedigkeit oder aehnlichen zurueck. Spaeter mehr.
Ecki und ich haben am letzten WE ja einfach mal den Seesack gepackt und uns von Freitag Abend bis Montag morgen die Atlantik Luft um die Ohren wehen lassen. Schoen eine Kreuzfahrt von Miami nach CocoCay (Bahamas), nach Nassau (Bahamas) und zurueck nach Miami. Spitzen Sache, vor allem alles inkl. Vollverpflegung und persoenlichem Butler fuer einen echt inflationaeren Preis =)
CocoCay ist ne Privatinsel der Reederei - und genauso sieht sie auch aus. Weisse Straende (Fotos kommen noch) und ein "Marktplatz" bei dem jeden Amerikaner das Herz vor Freude in die Luft springt. 2 Grillstationen, ueberall Getraenkestaende auf der Insel verteilt und mehrer Dutzend Haengmatten in denen Ecki und ich insgesamt 5 (!) Stunden den BimBam baumeln lassen haben. Ab und zu was trinken und essen und wieder zurueck in die Matte.
Nassau ist ne heftige Erfahrung gewesen. Nach 3 Stunden Schlaf (Die 25 Suedamerikanischen Jugendlichen und unser neuer Freund Felix aus Hamburg (Moin, Ich bin der Felix. Habe vor 6 Monaten Hamburch verlassen und bin nach Suedamerika gegangen. Noe, spanisch konnte ich gar nicht) wussten, wie man einen Junggesellenabschied feiert und haben uns dazu miteingeladen) wurden wir dann von dem suessen Geraeusch der gaaaaaanz leisen Ankerketten geweckt. Unsere Koje war ganz vorne, unten - wie gesagt, der Preis war echt guenstig. Nachdem wir das Atlantis gesehen haben, was jetzt 1:1 in den Arabischen Emiraten nachgebat wird (Die haben ein Auqarium, da schwimmen Rochen umher) hab ich mir dann schoen einen Roller gemietet, waehrend Eckart am Strand gebrutzelt wurde.
Sobald man die Touristen-Ecke verlaesst (sie ist nicht sehr groß, da auf den Schiffen viele USA-Bewohner mitfahren. Und die entfernen sich ungerne mehr als 500 Meter vom Schiff samt Barbeque, Buffet, etc.) sieht man direkt den krassesten Gegensatz schlechthin. 400 Meter Luftline vom Atlantis stehen Autos
- ohne Scheiben
- ohne Reifen
- ohne komplette Karosserie
- manchmal auch ohne Innenausstattung
und rosten vor sich hin, waehrend Kinder ohne viel Kleidung made in China auf den Strassen mit von mir nicht identifizierten Muell spielen. Mies!
Da hab ich schnell die Biege gemacht.
Keine 3 Stunden spaeter wieder auf der "Majesty of the Seas" gabs dann wie jeden Abend Diner mit Oberkellner, Kellner und Assistenz-Kellner (schlechte Uebersetzung ins Deutsche von mir). Ist schon ne interessante Welt in der wir da Leben.
Am letzen Abend haben wir dann mit unseren Tischnachbarn (man hat immer die gleichen Tischpaerchen als Nachbarn zum Abendessen am Tisch) Kubanische Zigarren geraucht und uns das Leben mit Rum versuesst. Sowohl Oscar, der mit seiner Frau aus Nordamerika angereist ist, wie auch David und Ashanti aus Toronto waren am Ende gut dabei und haben uns versucht zu erlauetern dass wir gerade an Kuba vorbeifahren wuerden, was ungefaehr 500 Meilen weiter suedlich UND auf der anderen Seite des Schiffes gewesen sein duerfte...
Nach dem David (der Kanadier) dann in einem der zahlreichen Foyers anfing seinen voluminoesen Koerper mit Brakedance zu trimmen (Video kommt) und tatsaechich einen Spagat aus dem Sprung heraus versucht hat (den er a) aus physikalischen und
b) aus physischen Gruenden auf Grund seiner Statur
NICHT konnte)
haben Eckart und ich uns dann abgesetzt... Dabei wurden wir von fast jeder Partei als Paerchen ausgemacht: Die Dame, die hoeflicherweise zweimal am Tag unser Zimmer geputzt hat, unsere Tischnachbarn, der Kellner,... Allen mussten wir erstmal klar machen, dass unsere Beziehung von rein platonischer Art ist.
Nun liege ich wie gesagt hier weil ich mit auf der Faehre von Nassau zurueck zum Hafendock den Kopf an dem Traegergeruesst gestossen habe, was an sich keine Folgen hatte. Bis Montagmittag. Nachdem ein Kollege zu mir meinte, dass ich fuerchterlich aussehen wuerde und ich mich fuer dieses, ja, untypische Kompliment schon mit einem Knicks bedanken wollte habe ich auch gemerkt, dass meine Unwohlsein nicht auf zu wenig Schlaf zurueckzufuehren sein konnte. Wenn man sich fuehlt, wie bei dem Autorennspiel "Burn-Out" bei dem man unweigerlich einen Tunnelblick bekommt und dabei noch das Gefuehl hat soeben 2 Flaschen Rum getrunken zu haben, ist das laut dem Arzt sich dann gestern im Krankenhaus mein Gehirn angeguckt hat eine Gehrinerschuetterung. Nichts schlimmes, nur ein bisschen verballert ist man in dem ein und anderen Moment schon.
Interessant ist auch das Procedere in einem US-Krankenhaus. Eine der ersten Fragen war, ob ich die Rechnung Bar, per Check oder mit Kreditkarte zahlen moechte. Ich habe denen natuerlich die Bankverbindung von Johannes gegeben, sodass mir jetzt alles egal sein duerfte =)
So, jetzt wird gepennt, damit morgen ein neuer Tag mit dem mir verschriebenen Drogencocktail beginnen kann.
Bis denne