So, mit etwas Verzug moechten wir euch von unserem letzten WE berichten. Zusammen mit Frank und Joachim haben Ecki und ich den Ford-Panzer beladen und uns auf die letzte Insel der Inselkette im Sueden Floridas begeben.
Also schoen um 6 Uhr morgens (AM SAMSTAG!!!) raus aus den Federn und los gings. Fruehstueck gabs unterwegs bei IHOP. Die Guten sind fuer Ihre Pancakes bekannt (
siehe Fotos). Man nehme einen Eierkuchenartigen Teig und macht noch 10 Kilo Salz dazu, um das ganze dann mit den unglaublichsten Siruparten zu verzuckern, sodass die Geschmacknerven gar nicht mehr wissen, was sie von der Gesamtsituation erwarten sollen. Ich habe mir in meinem jugendlichen Leichtsinn natuerlich den als NEW OFFER (neues Angebot) angepriesenen Caramel-Pancake bestellt und kurz darauf ein vierstoeckiges Monster serviert bekommen, bei dem ich nach der Haelfte kapitulieren musste. Die Wahl zwischen weiter Hunger haben, oder sich direkt eine Kombination aus Diabetes und innerer Versalzung an zulachen fiel mir recht leicht.
Mit Zwischenstopp auf Bahia Honda, einer Insel mit dem Unglaublichsten Strand, den ich bisher sehen konnte haben wir unsere Tour dann weitergemacht. Auch hier gibts
Bildchen. Die Bruecke ist uebrigens Anfang des 20 Jhd. von der Eisenbahn genutzt worden. Hammerteil!
Puenktlich mit dem Ankommen auf dem Nebenparkplatz unserer Sommerresidens (das fabouloese Days-Inn) hat dann unser rechter Hinterreifen schlappgemacht. Aber der Service von Avis liess sicht nicht lumpen und hat uns einen Mechaniker samt LKW geschickt. Interessant war, dass der Reifenwechsel gut 30 Minuten in Anspruch genommen hat, der gute Servicetechniker seinen LKW aber doch lieber laufen lassen wollte. Man weiß ja nie was kommt...
Danach flugs Sachen aufs Zimmer gebracht, Joachim und Frank waren schon heiss darauf die weibl. Inselbewohnerinnern mit Ihrem Erscheinen zu begluecken, haben wir unsere mobile Kuehlstation mit Eis bepackt und jeweils ein Doeschen Bier auf unserem Zimmer geleert, bis dann endlich der Taximann angekurvt kam. Oder geflogen? Nach Oeffnen der Autotuer hatte man jeweils das Gefuehl gerade einen kolumbianische Drogenring beim Testen der neuen Ware ueberrascht zu haben. Der Taxifahrer war von Key West ebenso begeistert. Lediglich die Schiesserein (er kommt urspruenglich aus dem Norden der Staaten) wueder ihm fehlen. ok. uns nicht.
Die Sunset Cruise vom Abend war dann quasi der Tageshoehpunkt (wenn man den Besuch gewisser Tanzlokale im Verlauf des weiteren Abends einmal aussen vor laesst). Eine Bierflatrate und unglaubliche Szenen beim Sonnenuntergang sind aber auch genau der Stoff, aus dem Key West Traeume gemacht sind.
Das Nightlife der Insel ist absoluter Wahnsinn. Tagsueber fast ausgestorben, kommen nachts allem Anschein nach Busse voll von Partyleuten an, die im Morgengrauen wieder verschwinden. Dank der unterschiedlichen "Freizeitangebote" konnte jeder nach seiner Plaisir gluecklich werden. Vor allem Johannes hatte an dem Abend anscheinend seit langem wieder mal Schmetterlinge im Bauch, als er den braungebranten, gut genaehrten Pensionaer nackend betrachten durfte. Zumindest deute ich das so, da er den Abend und den naechsten Tag ueber keine andere Person im Kopf zu haben schien. Mir wurde deutlich gemacht, das unser vierergrueppchen von drei Diktatoren beherrscht wurde, die nur das Ziel hatten mich zu unterdruecken. Anders kann ich mir den Widerstand, in einen Club zu gehen, in dem "Clothes Optional" (Kleidung Optional) sind, nicht erklaeren. =) woher sollte ich auch wissen, dass man dort, wie beim Nachbarn, der sich als "Leathermaster" (Ledermeister) anpries, eher weniger die Zielgruppe auffinden konnte, die fuer uns interessant gewesen waere. Letztendlich sind wir alle gluecklich und zufrieden in zweiergrueppchen nach Hause gefahren worden, um uns 4 Stunden spaeter (Ecki und ich haben den Abend etwas laenger genossen) erneut aufs Wasser zu begeben.
Fuer vier Stunden konnten wir mal richig auf dicke Hose machen. Mit UNSEREM (Miet)BOOT (
hier ein kleines Video dazu; Link: http://www.youtube.com/watch?v=tf4KoVYb3ZY )konnten wir dann richtig den Sonntag so verleben, wie es sich gehoert: In horizontaler Position vor kleinen Inseln im Golf von Mexiko liegend. Das dachten sich auch die 8(!) Delphine, die wir spaeter beim spielen sehen durften. Und wieder hat sich eine meiner Ideen nicht durchgesetzt. All you can Eat Delphinbuffet. Super.
Die letzte Woche war dann auch dementprechend hart. Aber man muss diesen Amerikanern hier ja mal beweisen, dass man arbeiten UND Freizeit ausleben kann. Und das nicht nicht einmal im Jahr.
Gestern (Freitag) sind der Johannes und ich dann einfach mal nach Miami Beach gecruist, haben feststellen muessen, dass ein Gesetz in Miami es verbietet zwischen 00:00und 08:00 Alkohol ausserhalb
Discos
Bars
und Freudenhaeusern (also gemaess dem US-Tanzstil eig. auch Disco)
zu verkaufen. NEEEEEEIN, da ist kein Geld geflossen...
Letztlich sind wir in einem Club gelandet, bei dem die reichen Kinder von Pappi und Mammi ihr Geld auf der abgetrennten Tanzflaeche ausgeben koennen, waehrend der gemeine Mob am Rand steht und denen zugucken darf. Und das fuer laecherlicher 20 Dollar Einritt. Also sind wir beide kurzerhand ebenfalls zu VIPs avanciert und haben uns geschickt auf den Bereich geschleust. Dort angekommen haben wir dann Peter und seinen asiatischen Kumpel (nachdem ich den Namen nach dem dritten Nachfragen immer noch nur erahnen konnte, hab ich einfach zwei Glaeser genommen und mit ihm angestossen) getroffen, die uns anscheinend sehr gemocht haben muessen. Jedenfalls hatten wir fortan immer Getraenke in der Hand.
Die Nacht war ein Traum. Unser Wagen stand in einem Parkhaus. Der Plan: Lange feiern, bei Sonnenaufgang zum Strand (Nachts + Strand = Polizei = Aua) und schlafen. Dumm, das wir aber um 6 schon wieder am Wagen waren. Also hinten rein gesetzt (was auch verboten ist: im Auto wird hir weder schlafen noch trinken - im parkenden Zustand ohne die Absich danach zu fahren - toleriert) und ein quasi Alibi erzeugt:
1. Weit weg vom Steuer, also keine Absicht zu fahren
2. Wenn jemand fragt, schafen wir nicht, sondern ruhen uns nur mit Geschlossenen Augen aus.
Eine Stunde spaeter muss mein blonder Kumpane auf die Toilette. Also macht er die Tuer auf. Dafuer kommt er auf die geniale Idee den Tueroeffner nach oben zu ziehen waehrend das Aut verriegelt ist. OK, Alarmanlage laueft also auch. Ecki guckt mich mit einem sehr nichtsaussagenden Blick an und meint: "Mach aus!". Warum eigentlich. Ich finde den Hall im ganzen Parkhaus zu hoeren - das hat was. Jetzt wo wir schon mal wach waren konnten wir uns dann gleich umziehen (Striptease im Parkhaus - spaetestens jetzt haette uns die Polizei wahrscheinlich erschossen) und ab zum Strand. Schoen am Strand relaxt und danach zurueck nach Boca.
Eben ist der gute Eckart dann auch wieder wach geworden. Welcome!
Eine Mitteilung noch an Frank: Die Buchungsbestaetigung von expedia ist mit einem Newsletter verbunden. Wusste ich nicht. Ist saulustig wenn der deutsche Praktikant mit der Vice-Presidentin eine Aufgabe bespricht und ploetzlich Outlook aupoppt:
"Guten Tag Herr (Dein Nachname),
hat Ihnen ihr Hotel auf Key West gefallen? Expedia hat weitere..."
=)
Und wer Johannes mal in flagranti bei einem natuerlichen Reinigunsprozess des menschlichen Koerpers (oder einfach kurz: Pippi) im Meer sehen will, klickt bitte
hier (http://www.youtube.com/watch?v=aNSeX5oS_Vc).
In diesem Sinne,
take care!